Wenn der Kaiserstuhl ruft, schickt Fritz Keller keine Gefälligkeiten, sondern pures Vulkangestein ins Glas. Gewachsen auf der legendären Bassgeige in Achkarren, zeigt dieser Wein, was passiert, wenn karge Vulkanverwitterung auf badische Meisterhand trifft: Rauchige Feuerstein-Mineralik, saftige Birne, herbe Kräuter und eine kühle, sehnige Spannung, die jeglichem Klischee vom behäbigen Kaiserstühler Schmelztiegel die Leviten liest.
Hier gibt es keine breite Holzwürze, sondern straffen Grip, vibrierende Salzigkeit und eine noble burgundische Kühle, die schnurstracks nach vorne zieht. Extrem animierend und mit einer Präzision ausgestattet, die selbst eingefleischte Skeptiker bekehrt. Passt herausragend zu Kalbsbries, kross gebratener Forelle Müllerin, gegrilltem Pulpo oder einfach als handfestes Argument gegen den alltäglichen Wahnsinn.